Ein Ja sei ein JA
15/02/2011
Auf eine Frage hin, Antworten wir meist eher wage. Besonders, wenn wir unser Gegenüber schlecht einschätzen können. Wir wollen uns nicht direkt festlegen, und festnageln lassen. Ein klares Ja oder Nein bezieht Stellung ganz klar. Hinter einem JA-Aber kann man sich dagegen sehr gut verstecken. “Ja, ich habe es getan, aber eigentlich war ich gar nicht schuld, denn…” Wir stehen nicht mehr zu dem, was wir sehen oder was wir tun.
Wenn doch etwas unsere Meinung trifft, haben wir das Gefühl, unsere Aussage weiter bekräftigen zu müssen. “Ich schwöre, ich verspreche” etc. Dabei könnte und sollte ein klares Ja oder Nein genügen. Durch einen Schwur können wir eine Tatsache nicht “wahrer” machen, keinen Superlativ bilden. Auch zwischenmenschliche Kommunikation könnte besser funktionieren, wenn wir mit uns und anderen einfach ehrlicher umgehen würden.
Papst Johannes Paul II sagte, dass wir nicht mehr Lehrer bräuchten, sondern Zeugen. Zeugen, die dafür einstehen, was sie gesehen, gesagt oder getan haben. Zeugen, die sich nicht von anderen abbringen oder ablenken lassen. Es gibt schon sehr viele Gesellschafts-, Wirtschafts-, Sozial-Modelle, die auch funktionieren könnten, wenn sie denn klar umgesetzt würden mit einem Ja oder Nein. Doch die Zwischenformen schaffen Freiräume um Forderungen zu umgehen, Freiräume, die unser Leben vordergründig bequemer machen. Allerdings holen uns die Konsequenzen meist doch ein, sobald jemand hartnäckig nachfragt.
Das Christentum ist, wenn man es konkret umsetzt radikal, radikal in seinen Forderungen und Konsequenzen: “Euer Ja sein ein Ja, euer Nein ein Nein. Was darüber hinausgeht, ist vom Bösen.” (Mt 5, 37).
Hello world!
13/02/2011
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